Herr Haack und der Koffer voller Geld

… noch 28 Tage

Neulich berichteten wir von der Podiumsdiskussion in Jever am 27.04., was ihr hier noch einmal nachlesen könnt.

Erfreulicherweise hat uns ein weiterer Bericht über die Veranstaltung erreicht:

Wir haben die Gelegenheit genutzt und ein interessantes Gespräch mit Herrn Haack in Jever geführt. Dabei haben wir ihn auch auf die Geschichte mit dem Geldkoffer angesprochen. Er hat das mit einem breiten und sehr verschmitzten Schmunzeln als Anekdote abgetan, war aber so freundlich, uns mit seiner Version zu bereichern:

„Damals hat das Land die Gelder für die Klienten zwar bewilligt aber ewig nicht gezahlt. Da hat sich richtig was angesammelt und wir sind ernsthaft in Schwierigkeiten geraten. Irgendwann wurde mir das zu bunt. Da hab ich eben das Land verklagt. Kurz bevor es zum Prozess kam, haben die Landesvertreter vor Gericht zugesagt, alle Verbindlichkeiten umgehend zu zahlen. Daraufhin hat der Richter die Klage abgewiesen. Außerdem hat er die Anwesenden nachdrücklich darauf hingewiesen, dass es nicht wünschenswert ist, die Zeit des Gerichtes mit solchen Dingen zu verschwenden.“

Frau Voß saß daneben und hat das ihre zu den Geschichten beigetragen. Eine wunderbare Vorstellung.
Anschließend hat Herr Haack uns Herrn Novak, den ersten Betriebsrat aus der GPS, vorgestellt. Herr Novak hat uns mit viel Lachen erzählt, wie es zu dieser Anstellung kam:

„Damals habe ich noch bei diesen Großkapitalisten vom KSW gearbeitet. Irgendwann kam Herr Haack zu mir und meinte, seine Mitarbeiter würden ihn nerven. Sie störten ihn bei der Arbeit und würden ihm die Tür zu seinem Büro einrennen, weil sie ständig was von ihm wissen wollten. Das müsse ein Ende haben. Er braucht jetzt einen Betriebsrat und der solle das bitte abstellen.“

Herr Haack stand daneben und hat diese Geschichte mit viel Lachen bestätigt. Herr Novak hat uns seinen Schlüsselbund gezeigt, an dem noch der Schüssel vom ehemaligen Werftkrankenhaus hing. Er meinte, damit würde er inzwischen sein Gartentor aufschließen.

Herr Haack berichtete dann noch von der Übernahme des Werftkrankenhauses:

„Die Leute sind damals Hals über Kopf ins Reinhard-Nieter-Krankenhaus umgezogen und haben alles stehen und liegen lassen. Es gab unter anderem auch eine Leichenhalle auf dem Gelände. Wir haben alles Mögliche dort herausgeholt. Ich möchte lieber nicht sagen, was das im Einzelnen alles war. Ich hab die Leichenhalle danach abreißen lassen.“

Aus dem Gedächtnis geschrieben und deshalb wahrscheinlich nicht Wort für Wort so gesagt – aber so ungefähr. 

Wow!

Vielen Dank für diesen Bericht!

Das Leben schreibt doch die besten Geschichten!