Gerhard Haack

… noch 37 Tage

Gerhard Haack war der erste Geschäftsführer der GPS. Er übte diese Tätigkeit von der Gründung der Gesellschaft im Jahr 1968 bis 1996 aus.

Seinen Werdegang – und somit den Werdegang der GPS – kann man durch die ganzen Artikel im Intranet ganz gut nachvollziehen.

Als Erster und ‚Gründervater‘ hat er Pionierarbeit geleistet.

Pionierarbeit klingt nach einem spannenden Abenteuer, irgendwie ein bisschen nach ‚Wildem Westen‘. Gleichzeitig bekommt man durch die Artikel den Eindruck von einem hartem Kampf und viel Arbeit.

Wie vieles andere, so hat auch die Pionierarbeit ihre zwei (und mehr) Seiten, wie folgendes Gedicht zum Ausdruck bringen soll:


Als Pionier hat man es schwer,

betritt doch neues Land,
kennt sich kaum aus und irrt umher,
skeptisch beäugt, kaum anerkannt.

Als Pionier hat man es leicht,
kann neues Land betreten,
viel Freiheit und keinen Vergleich,
sein Engagement ersehnt und erbeten.

Der Pionier hat‘s schwer, ist neu,
muss Schluchten überwinden.
Das Thema macht so viele scheu,
Hilfe und Mittel muss er erst finden.

Als Pionier hat man es leicht,
kann neue Brücken bauen,
und wenn die Angst dann erstmal weicht,
gewinnt man schnell Vertrauen.

Endlich kümmerte sich mal einer
Um Minderheiten in der Region.
Das fehlte und das traute sich keiner,
verdiente Aufmerksamkeit und Lohn.

Der Pionier hat‘s schwer, ist Wegbereiter,
ist Erster und muss Vorbild sein.
Findet langsam nur Mitstreiter,
kämpft erstmal recht allein.

Der Pionier hat’s leicht, zu Beginn
kennt seine Leute er mit Namen,
seine Zuwendung ist ein Gewinn,
in dem bescheid’nen Rahmen.

Als Pionier hat man es schwer,
denn alles kostet Geld,
bringt erst nichts ein als Ruhm und Ehr‘,
ein unbequemer Held.

Der Pionier hat’s leicht, kann begleiten,
setzt neue Maßstäbe, versetzt alte Grenzen.
Kann Wege nach Bedarf bereiten,
in seinem Licht lässt sich gut glänzen.

Der Pionier hat’s schwer, muss kämpfen,
präsent sein, sich an allen Fronten zeigen,
muss auch mal Mitstreiter kurz dämpfen,
von gewünschten Wegen abzweigen.

Der Pionier hat’s leicht, kann führen
hat Menschen mit sich gerissen.
Kann mit dem Thema schnell berühren,
und nicht nur das Gewissen.

Es gibt nicht mehr viele, die von Beginn an dabei waren. Aber es gibt noch viele, die Herrn Haack kennen- und schätzen gelernt haben. Aus dieser Zeit kursieren eine Menge Geschichten um diesen ersten Geschäftsführer.

Eine dieser Geschichten, die es in den verschiedensten Variationen gibt, lautet ungefähr so:

Eines Tages fehlte der GPS eine Menge Geld, damit sie vernünftig weiter arbeiten konnte.
Da ist Herr Haack kurzerhand in sein Auto gesprungen
und mit energischer Laune nach Hannover gefahren.
Dort ist er bei einem zuständigen Politiker,
mit dem er sich vertraulich duzte, vorstellig geworden und hat ihm die Situation der GPS eindringlich geschildert.
Nach kurzem Austausch und schnellem Einsehen der Politik
kam Herr Haack mit einem Koffer voller Geld zurück nach Wilhelmshaven und es konnte weiter gehen.

Wer nun neugierig geworden ist und Herrn Haack gerne kennenlernen (oder wiedersehen) möchte, kann das schon bald tun: Am kommenden Freitag, den 27.04.2018 um 19.00 Uhr findet im Schloss Jever eine Podiumsdiskussion zum Thema Inklusion statt, die sich mit der Frage beschäftigt, wie sich das Leben behinderter Menschen innerhalb der letzten 50 Jahre verändert hat. Wir freuen uns sehr, dass Heerr Haack sein Kommen zugesagt hat. Und wer weiß, vielleicht verrät er uns auch, wie die Sache mit dem Geldkoffer damals wirklich war?

Weitere Infos zu der Veranstaltung finden sich hier.