Streiks zeigen Wirkung!

Ja, es ist wahr, in den letzten Tagen haben KollegInnen tatsächlich eine Abmahnung erhalten, weil sie ihr verbrieftes Streikrecht wahrgenommen und am von uns ausgerufenen Streik teilgenommen haben.

Auch hier nochmal eine klare Ansage: Alle KollegInnen die Mitglied in ver.di sind erhalten hierfür selbstverständlich rechtliche Unterstützung! Zielsetzung ist zweifelsohne die schnellstmögliche Zurücknahme der nach unserer Meinung unzulässigen Abmahnungen! Das abmahnen von KollegInnen in diesem Zusammenhang soll allein nur Angst und Unsicherheit verbreiten – das werden wir nicht zulassen!

Unverhältnismäßig bzw. ungerechtfertigt sind diese Aktionen der Arbeitgeberseite auch, weil wir schon frühzeitig im Vorfeld beider Streiks der Arbeitgeberseite ein Angebot auf eine Notdienstvereinbarung überreicht haben. Der Arbeitgeber hat aber anstatt erst einmal mit uns zu verhandeln öffentlich verkündet, dass alle Einrichtungen ihren Betrieb aufrecht erhalten werden. Sie hat zudem unzulässigerweise, bevor sie auf unser Angebot regiert hat, Listen von KollegInnen anfertigen lassen und somit für viel Verunsicherung gesorgt und viele KollegInnen schon zu diesem Zeitpunkt massiv unter Druck gesetzt. All das ist unserer Meinung nach unrechtmäßig; zudem wurde fälschlicherweise öffentlich behauptet, dass man sich mit uns geeinigt habe (siehe WZ 14.04.16).

Aber, und das ist die gute Nachricht – unsere Streikaktionen zeigen Wirkung!

Zum Teil erfährt die Geschäftsleitung auf den bisher stattgefundenen Dienstbesprechungen einen beachtlichen Gegenwind – die KollegInnen sprechen Klartext – und fordern die Geschäftsleitung auf mit uns über einen Tarifvertrag zu verhandeln! Zum anderen war die Streikbeteiligung bisher hervorragend und viele sagen – jetzt erst recht – Wertschätzung sieht anders aus!

Für kommenden Donnerstag, den 28.04.2016 haben wir uns nun mit der Geschäftsleitung zu einem Gespräch verabredet. Wir haben aber bei der Verabredung zu dieser Zusammenkunft auch unmissverständlich erklärt, dass wir nur über einen Tarifvertrag sprechen wollen.

Wir fordern weiterhin:

einen Tarifvertrag für alle Beschäftigten der GPS WHV auf Grundlage des      TVöD.

Einen Manteltarifvertrag und dynamische Vergütungsregelungen sowie die Sicherung des Besitzstandes der Beschäftigten.

Die Erwartungen sind hoch, deshalb hoffen wir sehr, dass dieses und die hoffentlich folgenden Gespräche positiv verlaufen. Wir werden euch zeitnah informieren!

 

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